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Es war der 11.08.2006 und es sollten wirklich erst genau zwei Wochen seit dem Konzert am 28.07.06 vergangen sein? Nein, das konnte nicht sein! Es kam mir vor, als hätte ich die Jungs schon ewig nicht mehr gesehen. Aber wenn ich so rechne, dann sind es doch nie mehr als 14 Tage, die dazwischen lagen. Nun gut.. Hauptsache es gab den 11.08.06 überhaupt, denn der war wuuuunderschön. Okay, okay ich gebe es zu: Der Anfang des Tages war nicht so toll, da erstmal noch Schule anstand, die bewältigt werden wollte, und ich keinerlei Ahnung hatte, wann wir loskommen würden nach Bochum. Leider war mein Vater „kurzfristig verhindert“ und konnte nicht mitkommen zum Konzert. So ging die Karte an meine Cousine und Freundin Lena, die dritte im Bunde war Gabi, die Frau meines Vaters. Die Zeit bis zum Nachmittag verging recht schnell und Lena trödelte pünktlich gegen 15 Uhr bei mir ein. Gegen 16 Uhr machten wir uns mit Gabi auf den Weg und aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens wurde ich doch etwas hibbelig, was Stau und Einlass betraf, aber alles lief blendend. Wir kamen bereits um 17.10 Uhr an der Freilichtbühne in Bochum-Wattenscheid an und sprachen erstmal mit ein paar Bekannten von mir (Liebe Grüße an dieser Stelle an Danny, Claudia, Steff und Diana :o) !). So verging die Zeit wie im Fluge bis dann um kurz vor 18 Uhr der Einlass erfolgte. Ich sicherte auf der rechten Seite ;) in der zweiten Reihe für Gabi, Lena und mich die Plätze.
Leider standen wir nicht neben Steff und Diana oder Danny und Claudia, aber wir hatten ja das Konzert über Blickkontakt, da war das nicht so schlimm.
Ständig fiel der Blick auf die Uhr. Wann war es bloß soweit, dass Pohlmann auftreten würde? Pünktlich um 19 Uhr kam Ingo Pohlmann auf die Bühne und heizte dem Publikum mit Liedern wie „Wenn jetzt Sommer wär“ ein. Ja den Sommer hätten wir tatsächlich gebrauchen können, aber Gott sei Dank hielt der Regen sich auch zurück zu mindestens bis zu Frieders Solo (dazu später mehr). Wie sagte Pohlmann noch so schön zwischendurch „ LA (englisch ausgesprochen) und seine Jungs stehen da vorne“. Gemeint war der Vorhang hinter der Bühne, durch den Laith und Band ab und an zu sehen waren, und sichtlich Spaß hatten, was mich sehr freute. Nach 30 Minuten hörte Pohlmann leider auf zu spielen. Ich sage leider, weil darauf noch eine ewig lange Pause folgte, die er sonst noch gut weiter hätte überbrücken können, und seine Musik nicht so schlecht war :o)
Nun denn wie gesagt, es folgte noch eine lange Pause; dann endlich um kurz nach acht betraten sie die Bühne. Ich hatte gedacht und gehofft sie würden mit „Die Frage Wie“ anfangen, weil ich dieses Intro einfach genial finde. Ich wurde eines Besseren belehrt. Sie starteten mit „Ich will nur wissen“, bei dem Frieder gleich ein Solo spielte. Das freute mich natürlich auch und weckte gleich die Freude auf das, was da noch alles kommen würde. Die Jungs hatten wieder ihre schwarzen Anzüge an, waren aber Gott sei Dank ganz und gar nicht in Trauerstimmung. Nein im Gegenteil sie schienen alle bester Laune zu sein und rockten die Bühne. Sie waren super locker und Laith nutze die Möglichkeit der Location, ab und an auf die Grünfläche (die bis zu ersten Reihe ging) vor der Bühne zu gehen. Entweder allein oder manchmal auch mit Ole.
Der Funke sprang sofort über und nachdem Frieder wieder den ein oder anderen Fan auf seine Weise begrüßt hatte, Laith witzelte und Tobi, Dave und Ole mal wieder zeigten wie perfekt sie ihre Instrumente beherrschen, war wohl auch der letzte Zuschauer überzeugt, dass dies etwas ganz Besonderes war. Die Jungs, die Location und ein stimmungsvolles Publikum. Alles passte einfach an diesem Abend. Ebenso schien die Setliste fast für mich gemacht. Sie spielten alle Songs, die mir besonders gefallen. Sogar „Nie mehr“, das eigentlich gar nicht auf der Setliste stand, haben sie gespielt. Wow, leider war „Nie mehr“ schon eine der Zugaben. Dabei hatten die Jungs doch erst 1 ¼ Std gespielt. Die Zeit geht einfach immer viel zu schnell um. Naja aber vor „Nie mehr“ gab es natürlich auch noch ganz viele wunderbare Songs, in denen man für kurze Momente das Gefühl hatte, die Zeit würde still stehen . Bei „Jetzt, hier, immer“ zog mich die Musik noch mehr in ihren Bann als sie es sonst schon tat. Die Jungs spielten eine ruhige Version, bei der Ole und Laith (vorne direkt vor der ersten Reihe) zuerst anfingen zu spielen und die anderen im Laufe des Liedes einstiegen. Es war genial, so sehr hatte mich dieses Lied vorher noch nie berührt. Natürlich fehlten auch Lieder wie „Alles an Dir“ „Meilenweit“ „Bilder von Dir“ „Dein Lied“ und „Kleine Helden“ nicht. Es war einfach für jeden etwas dabei, nur von einigen blieb der Wunsch nach „Mit mir“ offen, aber vielleicht spielen sie das ja in Hanau.
Neben „Jetzt, hier, immer“ und meinen Gesangseinlagen mit Frieder ;) war Frieders Solo bei „Noch lange nicht genug“ mein absolutes Highlight an dem Abend. Ich meine, ich wusste schon immer, dass Frieder gut spielt. Ich wusste auch, dass er sehr gut spielt, aber dass er so genial spielt war mir bis dahin unbekannt. Anfänglich schien es so, als wollte er das Solo nicht unbedingt spielen zu mindestens nicht in der Mitte der Bühne im Scheinwerferlicht, aber dann als er dort stand und spielte schien er es zu genießen. Er spielte ungefähr ein vierminütiges Solo, bei dem mir nur der Mund offen stehen blieb. Frieder steigerte sich im Laufe des Solos immer weiter. Offenbar hat er selbst die Wolken damit so angezogen, dass es gleich mal anfing etwas zu regnen. Der Regen störte aber kaum, denn das, was man da hörte, ließ einen den Regen vergessen. Einigen ging es wohl ähnlich wie mir, denn man hörte nach dem Konzert doch noch den ein oder anderen über Frieders Solo reden, was mich sehr freute.
Leider folgte nach „Noch lange nicht genug“, bei dem die anderen Bandmitglieder natürlich auch noch ihre Soli spielten, nur noch „Jedes Mal“, wie immer als Abschlusslied. Aber auch die schönen Momente gehen irgendwann zu Ende und für mich stand ja am nächsten Tag noch das Konzert in Hamburg an. Von daher war es nicht so schlimm obwohl ich sofort wusste, dass das Konzert, was ich da erlebt habe, das für mich schönste Laith Konzert sein würde und das so schnell auch nicht getoppt werden kann. So blieben wir noch eine Weile vor der Bühne stehen, genossen die Atmosphäre, quatschten mit Danny , Claudia und anderen lieben Fans bis auch wir uns dann auf den Rückweg machten. Zuhause ließ ich den Abend mit Steff und Diana nett ausklingen und freute mich auf das Konzert in Hamburg, das wir zusammen erleben würden. Bochum ist für mich unvergesslich und ich werde noch lange davon zehren können. Danke an alle, die dazu beigetragen haben :o)
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