07.05.05 ~ Große Freiheit Hamburg ~ Hartmut - Engler - Tour

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Es war früh morgens, gegen 5 Uhr, als mein Wecker klingelte. Normalerweise würde ich mich umdrehen und weiterschlafen da ich eher eine Langschläferin und ein Morgenmuffel bin aber an diesem Tag war alles anders. Ich war von Anfang an gut gelaunt, lag wohl daran das ich wusste was mich in etwa erwarten würde.

Nach dem Konzert in Köln, bei dem ich Frieder das erste Mal gesehen hatte, fragte ich Papa ob er nicht mit mir noch zu einem Konzert fahren wolle. Tja leider waren die Konzerte die in Frage kamen weit weg und so hatte ich mich innerlich schon ein gutes Stück von dem Konzert verabschiedet. Aber dann entschloss sich mein Vater doch noch mit mir nach Hamburg zu einem Konzert zu gehen. Da war die Freude natürlich erstmal riesig. Leider wurde sie nach kurzer Zeit schon gedämpft, da es lange Zeit (um genau zu sein bis zum 06.05.) fragwürdig war ob wir wirklich fahren konnten, denn mein Vater hatte gesundheitliche Probleme. Nun ja aber da auch eine andere Freundin mit ihren Bekannten zu dem Konzert kommen wollte sind wir auf jeden Fall erstmal gefahren

So fuhren wir schon früh morgens los um vorher noch ein wenig Zeit in Hamburg zu haben; schließlich wollten wir noch an dem gleichen Abend zurück und wir hatten also nur den einen Tag um mal wieder etwas in Hamburg zu schlendern. Die Fahrt verlief schon sehr lustig, wie sooft wenn ich mit meinem Vater unterwegs bin, aber auch in Hamburg ließ der Spaß nicht nach. So machte ich z.B. aus dem „Hanseviertel“ mal eben ein „Hansviertel“ durch das wir liefen, nur weil ich falsch gelesen hatte.

Allmählich zog es sich doch zu und es war ziemlich kalt obwohl es schon Mai war. Nachdem ich dann mit meiner Freundin abgesprochen hatte wann sie ungefähr an der „Großen Freiheit“ seien würden machten wir uns auch auf dem Weg. Eine knappe halbe Stunde später standen wir also vor dem Einlass wo es noch ziemlich leer war.Mein Vater nutzte die Zeit, in der ich mit meiner Freundin und ihren Bekannten am Einlass stand, um sich noch einmal für eine Weile hinzusetzen. Dies war sicherlich eine gute Entscheidung. Nachdem wir lange Zeit in der Kälte und dem Regen gestanden hatten, und mein Vater zurückgekommen war, wurden wir dann auch in die Halle gelassen. Mein Vater setzte sich an die Bar, da dort die einzigen Sitzgelegenheiten waren, während meine Freundin ihre Bekannten und ich uns links in der zweiten und dritten Reihe einen Platz gesucht hatten..

Da Fools Garden aus Zeitgründen nicht als Vorband auftreten konnte fing es also gleich mit Hartmut und den Jungs an. Hatte auch was Gutes: musste man nicht solange warten bis es endlich so richtig losging. Ich dachte ich hätte zu dem Zeitpunkt schon fast den Höhepunkt meiner Laune erreicht aber da sollte ich später noch des Besseren belehrt werden.

Wieder gab es einen Mitschnitt vom Radio aber dieses mal nicht wie in Köln vomWDR2 sondern dementsprechend im Norden von NDR2, aber auch sonst wäre die Stimmung wohl gigantisch gewesen.

Die Stunden die folgten vergingen wie im Flug kaum hatten sie begonnen war das Konzert auch schon zu Ende, so kam es mir zu mindestens vor. Die Jungs rockten die Bühne und schienen sich sichtlich wohl zu fühlen. Obwohl ich ja auf der linken Seite stand muss ich zugeben dass ich mehr auf Frieder als auf Ole geachtet habe. Die Art wie Frieder spielte faszinierte mich einfach zu sehr um ständig auf die Anderen zu achten. Natürlich habe ich nicht nur auf Frieder geachtet, das wäre ja auch was. Nee, aber der Blick fiel doch des öfteren auf Frieder und seinen Bass, ich gebe es ja zu. Dieser begrüßte natürlich wieder den Ein oder Anderen mit einem Lächeln oder Zwinkern. Ich war ganz überrascht als er mich wohl auch wieder erkannt hat und ab und zu mal zu mit rüberschaute. Hatte er mich doch zuvor nur einmal in Köln gesehen.

Nun aber wieder zurück zum Konzert: Besonders gut gefielen mir an dem Abend „Where would I be“ und „I’m the walrus“ die Lieder waren einfach megamäßig wie so viele an diesem Abend. Ein anderes Highlight war für mich an dem Abend „Free falling“ ich weiß nicht warum aber es hat mich irgendwie total berührt und den ganzen weiteren Abend hatte ich dieses Lied im Kopf. Während des Konzertverlaufs merkte ich also schon, dass meine Laune wohl vor Konzertbeginn noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht hatte. Ob nun das Schlagzeugsolo von Bodo, ein Solo von Ole, Hartmuts Gesang, ein genialer Lauf von Frieder oder ein Lächeln (etc.), alles schien mir noch bessere Laune zu machen bzw. das Ganze drum herum (die Schule, Alltag etc.) mal zu vergessen.

Natürlich geht auch so ein Konzert, wie immer viel zu schnell, zu Ende. Meine Freundin und ihre Bekannten verließen ziemlich schnell die Halle während ich zu meinem Vater schlenderte. Ich wollte noch auf Frieder warten, da ich ihn während des Konzerts noch wegen Autogrammen „fragte“ und er „zustimmte“. So vergingen noch einige Minuten bis Frieder aus dem Backstagebereich herauskam. Viele Leute waren nicht mehr da, aber so war das wohl auch beabsichtigt ;o) Ich unterhielt mich also noch kurz mit Frieder ließ mir Autogramme geben und zwei Fotos mit ihm machen. Danach wünschte ich ihm noch viel Spaß beim Abschlusskonzert das für den nächsten Abend anstand und verließ mit meinem Vater die Halle während sich noch Andere mit Frieder und Tobi, der gerade noch aus dem Backstagebereich gekommen war, unterhielten.

Auf dem Rückweg zur U-Bahn hörten wir noch einige Fans über das Konzert reden aber wir grinsten uns mehr an als das wir wirklich sprachen. Auch mein Vater war froh, dass er da war, denn es hat ihm auch super gefallen.

Auf dem langen Rückweg von Hamburg bis nach Hause (ca. 330km) hörten wir noch die CD von Hartmut und ließen das Konzert Revue passieren. Nach einigen Pausen, einer recht langen und anstrengenden Fahrt kamen wir gegen halb vier wieder zu Hause an und fielen glücklich in unsere Betten.

Das Konzert in Hamburg war für mich bisher das beste und schönste Konzert auf dem ich je war. Auch wenn in dem Jahr noch 5 Laith Konzerte folgten, die wirklich klasse waren, konnten sie nicht mit Hamburg mithalten. Jedes Konzert ist auf seine Weise einzigartig; einzigartig schön aber Hamburg wird mir immer in besonderer Erinnerung bleiben. Danke!!!

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