09.11.07 ~ Capitol Hannover ~ Laith Al-Deen ~Die-Liebe-zum-Detail-Tour

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Laith Musik dringt wie immer aus den Boxen… Neben meinem ständigen Gesang vernehme ich noch eine andere Stimme… Schaue nach links… Es ist meine Mutter, die aus dem Wohnzimmer kommt und sagt „Ach eigentlich, wäre ich ja doch noch mal gerne zu einem Konzert dieser Tour gegangen…“ „Das sagst du jetzt, wo die Jungs gerade in Köln und Dortmund waren? Also da wäre ja noch Hannover…“

Tja, und ein paar Tage später fanden wir uns nach einigen Komplikationen (Danke für die Hilfe Mädels!!!) vor den Türen des Capitols wieder (denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, oder wie war das noch?)… Obwohl wir erst recht spät da waren, die Wartezeit verging extrem schnell, komisch ;) , standen wir kurze Zeit später in der ersten Reihe direkt vor den aufgebauten Percussions von Tobias Weyrauch, der in Dianes Band mitspielt.

Zu meiner großen Verwunderung und Freude trafen wir draußen noch Sternchen und Anke. Da die zwei sich aber kurz nach Einlass entschieden haben, nach oben auf die Empore zu gehen um von dort aus das Konzert zu genießen, standen meine Mutter und ich da unten also alleine und schauten uns um. Wir waren erstaunt wie langsam sich die Halle füllte… Es war eine sehr schöne Location und erinnert mich ein ganz kleines bisschen an das E-Werk. Nach einiger Zeit traf dann auch Steffen mit seinem Freund ein und so konnte ich noch mal schnell der lieben Souli „Hallo“ sagen, die an diesem Abend Flyer verteilte. So machte ich mich mit Steffen dann wieder auf den Weg zum Einlass und eigentlich wurde ich ja schon vorgewarnt, dass Frieder und Tobi draußen seien, aber da schon einige Zeit vergangen war, dachte ich sie wären schon wieder mitten in ihren Konzertvorbereitungen…

Spätestens als mir aber Ole mit einem freundlichen „Hallo!!“ entgegenkam und Frieder auch „Ach, hi Sandy!“ rief, wusste ich, dass dem nicht so war...

Ole war gerade wieder auf den Weg in den Backstagebereich, hatte wohl was vergessen, und Frieder und Tobi lehnten an einer Art Theke. Kurz „Hallo“ gesagt, bereitwillig auf der Liste unterschrieben, die Frieder mir unter die Nase hielt, eben die letzten „Anweisungen“ und dann gingen wir auch schon weiter. Schließlich wollten wir zu Souli! Die hatte glücklicherweise auch gerade einen Moment Zeit, sodass wir ein wenig quatschen konnten! Allzu lange wollten wir sie aber dann auch nicht aufhalten und so schlenderten wir zurück zu unseren Plätzen.

Die Wartezeit wurde sich noch durch ein paar nette Gespräche und mit dem ein oder anderen Gähnen vertrieben bevor Herr Al-Deen dann, wie immer pünktlich, Diane ansagte! In der Zwischenzeit hatte sich das Capitol doch ganz gut gefüllt und so sagte Laith es sollten doch ruhig alle noch ein bisschen näher rücken, weil draußen noch Leute ständen… Ich dachte das sei mehr ein Witz gewesen, gerade weil bei uns vorne auch so viel Platz war, aber wie sich später herausstellte, war das Capitol wohl wirklich gnadenlos überfüllt und die Leute im Foyer konnten ihn weder sehen noch die ganze Zeit hören.

Vielleicht war das auch der Grund warum Diane bei ihrer Ballade „Von hier ins jetzt“, welche wie immer an 4. Stelle der Setlist war, vergeblich um Ruhe bat… Die Leute schienen unbeeindruckt und während des Songs hörte man die ganze Zeit lautes Gebrabbel, was ich extrem störend fand.

Für Diane tat mir das wirklich Leid, aber sie ließ sich bei den nächsten Songs „Ein Drittel bis zu mir“, „Das Beste“ und „Von Zeit zu Zeit“ kaum etwas an Enttäuschung anmerken. Sie machte mit ihren Musikern mal wieder Party ohne Ende und verschwand viel zu schnell von der Bühne 

Da ich scheinbar die Einzige war, die eine Zugabe forderte, blieb diese dann natürlich auch aus! Nur noch ein freundliches, offenes Lächeln der Musiker und zack ging es auch schon wieder an den Abbau bzw. Umbau!

Wie „befürchtet“ standen wir genau unter Tobis Keyboard, so dass Ole leider den ganzen Abend verdeckt werden sollte, abgesehen von den Liedern, bei denen er mal weiter vorne auf der Bühne spielte. Frieder war allerdings, obwohl er direkt neben Ole stand und trotz diverser Mikros, gut zu sehen. Na dann konnte die Party ja losgehen. Und was soll ich sagen? Das tat sie auch… Die Jungs fetzten wieder mit „Alles unter diesem Himmel“ los und wir saugten uns gemeinsam mit Laith in diesen Abend rein :D

Da die Bühne in Hannover recht hoch und die Absperrung zum Publikum eine Art „erhöhter Mittelgang“ war hatten auch die Fotografen so ihre Probleme und standen dem ein oder anderen wohl doch oft im Blickfeld. Mich selbst störte es nicht, weil ich meist an ihnen vorbeigucken konnte und wusste, dass sie nach drei – vier Liedern wieder gehen würden.

Den Mann neben mir schien es aber schon mehr zu stören und so machte er auch eine Bemerkung dazu worauf Laith natürlich wieder mit witziger Art und Weise einging. Überhaupt finde ich, dass Laith selten so viel Spontaneität und Humor gezeigt hat, wie er es bei dieser Tour tut. Die Jungs ließen sich also nicht wesentlich aus dem Konzept bringen und hatten gut in das Konzert hineingefunden. Schnell begann die Symbiose zwischen Fans und den Musikern selbst: Ein gegenseitiges Anheizen, ein gemeinsames Singen… Eben ein Geben und Nehmen beider Seiten… Obwohl die Jungs nun wirklich schon einige Konzerte in den Knochen haben, lassen sie es sich nicht nehmen immer wieder neue Elemente mit einzubauen und den Kontakt zu den Fans zu suchen! ! So fand sich auf einmal auf dem Keyboard neben Tobis Fuß auch noch der von Frieder wieder und ich meine Oles war auch dabei?!

Wie dem auch sei, die Jungs spielten also die bereits bekannte Setlist, ließen aber nichts vermissen. Im Gegenteil.. Fans und Musiker hatten jede Menge Spaß und verwandelten das Capitol schon bald in einen Hexenkessel. Einen kleinen Einschnitt gab es lediglich beim „traurigen Block“, hier war es dann wohl wieder die stille Melancholie, die sich ausbreitete und die meiste „Interaktion“ unterband, aber danach bei „ Leb den Tag“ konnten wir ja wieder richtig abrocken! Und das haben wir auch getan. Zwar war Frieder dieses Mal zur rechten Seite der Bühne gelaufen und ich habe seine tolle Choreographie wirklich schmerzlichst vermisst *lol*, aber dafür konnten wir endlich mal Ole sehen! Er spielte in seiner, wie immer, sehr speziellen Art und durchdrang dabei mit seinem Blick manchmal diverse Personen aus dem Publikum. Ich find es immer wieder interessant, ihm beim Spielen zuzusehen eben wegen dieser speziellen Spielweise… Manchmal denkt man er spielt sich so in Ekstase, dass er gar nichts mehr mitbekommt, aber ich glaube, dass er, ebenso wie seine Kollegen, mehr mitkriegt als man denkt!

Es blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn Laith ließ uns mit seiner Truppe mal wieder in den Orient schweben um uns dann „Jetzt“, „hier“ wie „immer“ landen zu lassen.

In der kurzen Pause zwischen dem „normalen“ und dem „Zugabenblock“ merkte ich noch mal, dass nicht nur ich begeistert war und so sah ich um mich herum viele grinsende Gesichter, in denen einfach nur die Freude und Schwerelosigkeit des Moments zu sehen war. Immer wieder Wahnsinn wie viel Musik, vor allem DIESE Musik mit DIESEN Musikern, bewegen kann. Und so hatten wir auch nach 2 Stunden eigentlich „Noch lange nicht genug“, aber wie „Jedesmal“ blieb uns nichts anderes als die Musiker unter lautem Applaus gehen zu lassen! Schließlich haben sie auch zwei sehr anstrengende Stunden hinter sich und sind sicherlich ganz froh, wenn sie sich mal ein bisschen erholen können!

Umso erstaunter war ich, dass Frieder, Tobi und Ole schon draußen waren, nachdem wir uns etwas zu trinken geholt und ich mir eine Setlist gesichert hatte (Danke JENS ;) ). Da wurde dann natürlich außer mit Sternchen, Anke, Souli und Nikole (Ganz liebe Grüße an dieser Stelle!) auch mit den Jungs gequatscht… Neben den Dingen die man sich nach so einem Konzert erzählt, sollte ich auch noch einiges Neues erfahren und ich stellte wieder einmal fest, dass die Jungs, trotz ihres „Stardaseins“, immer noch sehr herzlich sind, sie sich Zeit nehmen und auch gerne mal „rumshakern“. Als ich mich dann gegen 0Uhr mit meiner Mutter auf den Rückweg machte, hatte ich schon wieder dieses Dauergrinsen auf dem Gesicht, das irgendwie gar nicht mehr weg gehen wollte! Der Weg hatte sich mal wieder gelohnt … Danke!!!

Die Setliste aus Hannover!
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