Interviews & Presseartikel
Interviews:

Interview 2006 (Vor Beginn der Solokonzerte)

Interview 2007 (Nach Abschluss der Solokonzerte)

Artikel:

Artikel aus dem Bassprofessor 2/2006

Artikel aus den Kieler Nachrichten vom 16. April 2007

Artikel aus der Gießener Allgemeine vom 26.04.09 (Lahntal Guerilla)

Interview 2006:

1.Welches ist dein Lieblingslied? Gibt’s da überhaupt eins?

Das wechselt immer mal, aber eigentlich ist mein Dauerlieblingslied "Isabel", weil darin wirklich jeder Ton 100%ig genau das ausdrückt, was gemeint ist.

2.Wie kam es zu der Idee ein eigenes Soloalbum zu machen?

Die Idee ergab sich von selbst, weil das die Musik ist, die ich seit vielen Jahren zu Hause für mich spiele, wenn ich einfach in mich hineinhorche, ohne nachzudenken.

3. War von Anfang an klar, dass es ein rein instrumentales Album werden sollte, abgesehen vom letzten Lied?

Siehe 2./ Da der Bass nunmal mein Instrument ist, wollte ich ihn schon immer dafür benutzen, meine Lieder zu "singen".

4. Wie lange haben insgesamt die Aufnahmen gedauert? - Warst du immer mal „zwischendurch“ im Studio?

Ich war zum Aufnehmen eine Woche am Stück im Studio. Es dauerte eine Weile bis wir die optimale Mikrofonierung gefunden hatten und dann musste ich mich für jedes Stück erstmal in die adäquate Stimmung hineinversetzen, das wäre mit ständigen Unterbrechungen schwierig geworden und hat mal länger und mal kürzer gedauert- nicht zu vergessen, dass die Stücke teilweise wirklich sauschwer zu spielen sind... woran ich ja selber Schuld bin

::-). Vor dem Mix haben wir dann einige Tage vergehen lassen, um alles mit frischen Ohren hören zu können.

5. Mit welchem Bass hast du die Stücke eingespielt, ist es einer den man von den Laith Konzerten kennt?

Mit meinem Schack 6-Saiter, den ich auch bei dem kleinen Duett mit Laith bei "Ich bin mir sicher, dass es geht" auf der letzten Tour benutzt habe.

6. Kannst und möchtest du schon etwas über deine Solotour verraten? Wo wirst du auftreten? Wird es „quer durch Deutschland“ gehen? Welche Stücke werden wir hören? Deine Basssongs oder erwarten uns noch weitere Überraschungen?

Es wird quer durch Deutschland gehen, überall dahin, wo man Interesse daran hat, dass ich auftrete. Das Programm wird im wesentlichen aus den "BassSongs" bestehen.

Aber es gibt natürlich auch noch diverse zusätzlich Überraschungen mit neuen Stücken oder alten Nummern in neuer Fassung.

Auf jeden Fall wird es zwischendurch auch mal ziemlich mehr abgehen, als man das nach hören des Albums vielleicht erstmal annehmen würde... live ist halt live...:-)

Interview 2007:

Ich habe den Abschluss von Frieders Solotour und einige Nachfragen bei mir als Anlass genommen Frieder mal wieder ein paar Fragen zu stellen. Danke Frieder, für deine Bemühungen und deine ausführlichen Antworten!!

Frieder, deine Solotour und somit auch ein „schönes Experiment“ neigt sich dem Ende zu, dabei hast du 13 Konzerte gespielt.
Hast du dir zu Beginn gedacht, dass das bei so Vielen auf offene Ohren stößt?

Ich habe natürlich heimlich gehofft, dass ein paar Leute bereit sind, sich auf meine Musik einzulassen, aber die große Offenheit, und auch die große Menge der Zuhörer hat mich wirklich total überrascht.

Gab es denn ein besonderes Highlight für dich bei den Konzerten?

Natürlich war das erste Konzert in Marburg ein ganz besonderes Erlebnis für mich. Der Laden war mehr als ausverkauft und ich hatte nicht die geringste Ahnung, wie die Leute reagieren würden. Ich wusste ja selbst nicht, ob das Programm nach 3 Nummern nicht anfängt total zu langweilen. Ob das, was man sich zu Hause zurechtgebastelt hat dann auch live funktioniert, merkt man immer erst auf der Bühne.

Umso toller war es dann natürlich, die große Aufmerksamkeit des Publikums zu spüren. Mit dem Moment, in dem ich gemerkt habe, dass es tatsächlich funktioniert, ganz alleine mit dem Bass das Publikum für mehr als 90 Minuten zu unterhalten, begann dann ein absoluter Höhenflug für mich. Immerhin habe ich seit ungefähr 10 Jahren davon geträumt und wäre ziemlich deprimiert gewesen, wenn alles nur ein Hirngespinst gewesen wäre…

Ansonsten war jedes Konzert auf seine Weise speziell. In der Fabrik in Frankfurt, musste ich mich zum ersten Mal nicht mehr so wahnsinnig auf die technischen Schwierigkeiten konzentrieren und konnte die Stücke einfach fließen lassen, das war auch ein sehr schöner und wichtiger Moment- seit dem habe ich noch mehr Freude am spielen und bin nicht mehr so nervös vorher…

Du hast auch eines deiner Konzerte mit Thomas Blug zusammen gespielt. Könntest du dir vorstellen dies mit ihm oder anderen Musikern zu wiederholen?

Ja, das hat Spaß gemacht. In kleiner Besetzung mit so tollen Kollegen zu musizieren macht wirklich Freude, und ich werde so etwas ganz sicher wiederholen.

Könntest du dir generell vorstellen, noch mal ein - zwei Solokonzerte zu geben, wenn bei Laith gerade wieder eine Pause angesagt ist?

Na klar!

Ich habe ja schon lange bevor ich mit Laith und anderen Künstlern als Tourneemusiker unterwegs war, unter anderem mit meiner Duo-Partnerin Carmen Whitehurst, sehr intensiv an eigener Musik gearbeitet und damals schon viele Grundlagen für die Kompositionen erarbeitet, die ich heute alleine spiele. Insofern ist meine zurückliegende Solokonzertreihe ganz unabhängig von Laith´s Aktivitäten eher eine Fortsetzung von dem, was ich schon immer gemacht und gewollt habe. Ich werde also in jedem Fall damit weitermachen. Für dieses Jahr hoffe ich aber erstmal, dass wir mit Laith richtig Gas geben können, denn das macht natürlich auch nach wie vor einen riesen Spaß!

Vielleicht sogar mit einem zweiten Soloalbum, auf dem man dann auch „Sag mir, dass du es bist“ (in deiner Version) und vielleicht noch „Wenn es dich nicht gibt“ hören kann?

Ich sag mal, ja…

Laith bringt ja bald sein neues Album raus und im Herbst geht es dann auf Tour. Wird es im Sommer außer den Gigs mit Julia Neigel auch noch andere Termine geben, wo du auf der Bühne stehst? Oder gönnst du dir da, bevor es dann wieder mit Laith rund geht und nach deinen Solokonzerten, eine Pause?

Tja, da ich Pausen leider nicht bezahlt kriege, geht´s immer weiter… nein, das ist natürlich nicht der einzige Grund, etwas zu tun…: es gibt noch ein paar andere Projekte, an denen ich gerade mitbastele. Zum einen werde ich in diesem Jahr einige Gigs mit Tobi Reiss und seiner Band spielen, worauf ich mich sehr freue- unter anderem gibt es am Freitag, dem 11.05.07 einen 60 Minuten Livemitschnitt bei SWR in Baden-Baden.

Dann bin ich natürlich mit meinem Familienunternehmen The Golden Spaceriders wieder unterwegs, z.B. am 12.05.07 in Pforzheim auf der Hauptbühne beim Stadtfest, ansonsten spielen wir mit der Geschichte leider überwiegend bei nichtöffentlichen Industrie-Events. Und darüber hinaus gibt es natürlich immer genug zu tun mit diesem und jenem Studiojob und den diversen Dingen, die sich immer zu ergeben pflegen…

In jedem Falle werde ich hoffentlich bald die Zeit haben, mal meine Homepage etwas aufzufrischen, wo das dann alles wieder brav stehen wird.

Vielleicht kriege ich es ja auch hin, mich endlich mal um eine Seite bei MySpace zu kümmern…

Jetzt sind musikalisch gesehen, dein Soloprojekt, die Musik von Julia Neigel und die Musik von Laith Al - Deen ja doch recht unterschiedliche Arten der Musik. Ich stelle es mir schwierig vor, immer wieder eine andere Musikrichtung zu spielen, oder bist du einfach ein Allrounder, für den es auch einen gewissen Reiz hat, einfach verschiedene Richtungen auszuprobieren und zu spielen?

Ich fand es schon immer sehr reizvoll, mich immer wieder auf neue Musiker und deren Stilistik einzulassen. Musik hat nunmal unendlich viele Facetten, von denen ich möglichst viele kennenlernen möchte. Genau deswegen bin ich kein Beamter geworden sondern Musiker.


Frieder, viele Fans haben den Eindruck, dass du ein unheimlich gutes Gedächtnis hast was Gesichter angeht und du viele Leute wieder erkennst. Wie machst du das, oder täuscht da manchmal auch der Eindruck? *grins*

Der Eindruck stimmt vollkommen. Ich kann mir Gesichter sehr gut merken, aber überhaupt keine Namen- das ist ja sicherlich auch schon aufgefallen… ;-)

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