22.09.06 ~ Szenario, Marburg ~ Solotourauftakt

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Es war Freitag, um 6.15 Uhr klingelte mein Wecker und es lagen acht Stunden Schule vor mir.. Trotzdem wachte ich auf und es ging mir gut, weil endlich der Tag X gekommen war, an dem Frieder seine Solotour begann.

Das Wetter war super und der Hinweg verlief verkehrsmäßig für uns, meine Mutter und mich, wirklich reibungslos. So kamen wir gegen 18.30Uhr in Marburg an und gingen gleich zum „Auflauf“, in dessen „Keller“, dem „Szenario“, Frieders Konzert stattfinden sollte. Da man zuvor nur Karten beim MTM - Marburg kaufen konnte und es sonst nur die Abendkasse gab, erkundigte ich mich zuerst nach den Karten. Mir wurde gesagt, die Abendkasse sei ab 20 Uhr geöffnet. Also noch mal warten. Okay.. Wir wollten ja eh noch was essen. Gesagt, getan! Wir suchten uns also ein nettes „Restaurant“ in der Fußgängerzone nicht weit vom Szenario entfernt, wo wir eine Kleinigkeit aßen. Währenddessen schrieb Steff, mit der wir verabredet waren, dass sie noch auf dem Weg nach Marburg sei. Da es aber schon nach acht war wollte ich zum Szenario gehen um die Karten zu besorgen. Gegen zwanzig nach acht waren wir im Szenario und staunten erstmal über die vielen Leute, die schon da waren, und die kleine, kuschelige Bühne. Es gab nur noch wenige Sitzplätze, aber ich hatte sogar das Glück, in der ersten Reihe sitzen zu dürfen, danke! Wow, war das nah. Ich hätte doch wahrhaftig meine Füße auf die Bühne legen können…

Nun ja mit so einem Andrang hatte wohl keiner gerechnet. Anfangs sah es so aus, als wenn nicht für alle Platz gewesen wäre. Gegen fünf nach neun kam Frieder auf die Bühne, begrüßte noch einige Bekannte und bat darum, näher zusammen zurücken damit die anderen Leute, die noch in der Treppe standen, auch die Möglichkeit hatten rein zukommen. Bereits zu dieser Zeit war es unglaublich warm im Szenario. Das durfte Frieder auch am eigenen Leib erfahren.

Es war ganz ungewohnt, Frieder so alleine da sitzen zu sehen, nur mit seinem Schack – Bass und einem Mikrophon, das offensichtlich doch manchmal beim Spielen störte. Die ersten Töne begeisterten gleich. Sie klangen noch schöner und noch viel gefühlvoller als auf dem Album, einfach nur der Hammer. Die Stimmung war gemütlich und locker. Genau das Richtige für so einen Abend. Frieder war gut drauf und täuschte durch witzige Bemerkungen immer wieder gekonnt über seine Nervosität hinweg. Schön fand ich auch, dass er zu den meisten Liedern bzw. Titeln noch Erklärungen zur Entstehung gab. Ich mag es wenn ich die Lieder in einen gewissen Kontext einordnen kann. Dadurch erscheinen sie gleich auch noch einmal in einem anderen Licht.

Eine der schönsten Überraschungen kam aber noch. Nachdem er ein paar Lieder instrumental zum Besten gegeben und das Publikum immer wieder durch Klatschen oder andere rhythmische Interaktionen mit einbezogen hatte, kam sogar ein Lied, bei dem er gesungen hat. Ich kann nur sagen: Wow, wow, wow! Das fand ich total schön. Ich hatte mir ja schon immer mal gewünscht, ein Lied von Frieder zu hören, bei dem er selber singt. Ich weiß gar nicht, warum er sich sonst so dagegen „sträubt“. Es klang toll und er musste ja auch nicht alles ganz alleine singen.. Ab einem gewissen Zeitpunkt im Lied sollte das Publikum das nachsingen, was er vorgesungen hatte. Dabei war Frieder sogar noch spontan kreativ ;) Anstelle des Refrains „Wenn es dich schon gibt“ und „Wenn es mich schon gibt“ ließ er auch noch Sätze wie „ dann ist doch alles klar“, „Marburg ist wunderbar“ und „ihr seid sowieso cool“ nachsingen. Ein echter Genuss und alle sangen freudig mit. Manch einer schloss die Augen, um Frieders Musik einfach nur zu lauschen und sich fort zu träumen.

Knappe anderthalb Stunden spielte Frieder alte und ( für mich) neue Lieder. Mal ruhig melancholisch, mal funkig und feurig. Eine gelungene Mischung, die er darbot und die einen immer wieder zum Staunen brachte. Bei so einem Konzert merkt man erstmal wie vielseitig ein Bass klingen und auch gespielt werden kann. Dagegen ist das „normale“ Bassspielen bei Laith ja „gar nichts“, obwohl ich da auch schon immer begeistert war und sein werde. Bei diesem Konzert blieb manchmal allerdings nur ein Staunen, das man wohl auch auf meinem Gesicht entdecken konnte. Wie (schnell) Frieder spielte und was er auch alles spielte, war einfach unfassbar.

Nach einem kurzen Abgang von der Bühne hörten wir noch „Isabel“ und ein weiteres Lied!

Es war ein Lied bei dem er nochmals sang, und welches war es???

Richtig- er spielte „Sag mir,dass du es bist“ und sang gleichzeitig dazu. Es klang anders als wenn es von Laith gesungen wird, es gefiel mir in Frieders Version aber sehr gut. Ein superschöner musikalischer Abschluss eines noch schöneren Konzerts.

Frieder hatte es offensichtlich auch Spaß gemacht und so ging er gleich, ohne Umwege, zum Eingang des Szenarios, wo er Plakate und CDs verkaufte. Aber nicht nur das, nein! Natürlich unterhielt er sich auch viel mit Bekannten und genoss einfach noch die Stimmung ein bisschen. Ich hatte auch die Gelegenheit, noch mit ihm zu plaudern und so konnte ich mir auch noch ein Bild signieren lassen. Frieder nahm sich viel Zeit für mich und war total lieb, wie immer. Er war einfach natürlich und so quatschten wir ein bisschen über dies und das.

Ewig blieben wir trotzdem nicht im Szenario, wir gingen hoch in den „Auflauf“ und ließen das Konzert bzw. den eindrucksvollen Abend bei einem Drink ausklingen.

Es war definitiv etwas ganz Besonderes und wenn ich jetzt an so manche Situation zurückdenke, fehlen mir noch immer die Worte. Ich kann nur eins sagen: Es war ein wunderschöner Abend, mit vielen kleinen Überraschungen, danke!

.Auf Fotos müsst ihr an dieser Stelle leider verzichten, da ich das Konzert in vollen Zügen genießen wollte. Wenn mir jemand Fotos zur Verfügung stellen möchte, baue ich sie gerne auf dieser Seite mit ein.

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